Gender – Geschlechtssensible Pädagogik

Mädchen wollen als weiblich und Jungen als männlich wahrgenommen werden.

„Gender Mainstreaming“ beschäftigt sich mit der Frage der Geschlechtergerechtigkeit und verhindert durch eine umfassende und präventive Strategie die Ungleichbehandlungen von Frauen und Männern in allen Bereichen.

Wie wird dieses Thema vom „Hauptstrom“ der Gesellschaft und Politik konkret in unsere Einrichtung gebracht?

Über eine systematische Beobachtung der Raum- und Angebotsnutzung gelingt unter Partizipation der Jungen und Mädchen eine geschlechtssensible Raum- und Materialgestaltung, bzw. Umgestaltung. Die Räume bieten Möglichkeiten, geschlechtstypisches Spiel und auch rollenerweiterndes Verhalten auszuprobieren.

Das Schaffen von Gelegenheiten, in denen nur Jungen oder nur Mädchen zeitweise ein Gruppenangebot oder einen Raum wahrnehmen können, hat sich für beide Geschlechter bewährt. Das gilt für die Gestaltung von Bewegungsangeboten in der Turnhalle und beispielsweise auch für das Spielen im Bauraum oder im Rollenspielbereich. Identitätsbildung ist manchmal „schutzbedürftig“!


Der geschlechterbewusste Blick auf Bilderbücher, Geschichten und Lieder ist uns ebenfalls sehr wichtig. Kinder brauchen die Chance sich zu einem Geschlecht zugehörig zu fühlen und sich damit zu identifizieren.
Held und Heldin!
Entsprechend vielfältig sollten die „Vorbilder“ in allen Medien eingesetzt werden.

Die geschlechtliche Identität bei Mädchen und Jungen drückt sich besonders in ganzheitlicher Sprachförderung aus. Im Rollenspiel die eigene Geschlechtsidentität weiterentwickeln oder in andere Rollen schlüpfen, wird durch ein differenziertes Verkleidungsangebot unterstützt.
Wir achten auf geschlechtergerechte Formulierungen. Mit einer vermeintlich
neutralen, aber männlichen Wortform, Frauen und Mädchen automatisch „mitzumeinen“, macht sie unsichtbar! Der deutliche Zusammenhang zwischen Sprache und Wahrnehmung ist belegt!
Auch Berufe werden stets in weiblicher und männlicher Bezeichnung erwähnt, sodass Jungen und Mädchen, Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen werden und sich einfühlen können. Ein leider nicht selbstverständliches Beispiel:
Erzieher und Erzieherinnen

Die Integration realer Vorbilder in den Kita-Alltag über die Beteiligung von Vätern und Großvätern an Aktionen ist ebenfalls von großer Bedeutung.