Sozialberatung

Das Sozialkonzept der Lohmarer Tafel erhebt einen ganzheitlichen Anspruch im Umgang mit den Tafelnutzern und versteht sich als Anlaufstelle und Kristallisationspunkt für die psychosoziale und finanzielle Situation bzw. Probleme der Nutzer. Dazu gehört u.a. das Angebot einer niedrigschwelligen und tafelnahen Sozialberatung als erste fachliche Ansprechstation für entsprechende Klienten.
Bisher wird dieses Angebot von den beiden ehrenamtlichen Mitarbeitenden und ehemaligen Sozialarbeiten Annenmarie Röthe und Klaus Selig eingeschränkt geleistet. Dabei hat sich die Akzeptanz und dringende Notwendigkeit dieses Angebotes gezeigt. Allerdings konnte dabei aus Zeitbzw. Kapazitätsgründen keine erforderlich umfangreiche Einzelfallhilfe geleistet werden. Auch zeigte sich, dass die beiden Mitarbeitenden teilweise den qualitativen Anforderungen, insbesondere in der komplizierten Leistungsgesetzgebung von Hartz IV und der schwierigen Praxis der ARGE nicht immer gerecht werden können. Ein weiterer Nachteil besteht auch in der mangelnden Aufmerksamkeit und allgemeinen Ansprechbarkeit für die Cafeteriabesucher.
Eine grundsätzliche Vermittlung von Tafelnutzern an die bestehenden Beratungsstellen in Siegburg scheiterte mehrheitlich von Seiten der Tafelnutzer in der Praxis, außerdem gilt das jeweilige Angebot i.d.R. für die jeweilige Kommune des Beratungsstandortes.

Vor diesem Hintergrund ist in Kooperation mit dem Diakonischen Werk eine wöchentlich stattfindende professionelle Sozialberatung ab 1. Januar 2011 eingerichtet worden, die anteilig von der katholischen und evangelischen Kirche getragen wird.